Samstag, 30. Juli 2016

Eine Herzensangelegenheit: Notfellchen



 
Lang lang ist`s her, ich weiss ;)  Ich muss zugeben, dass ich ewige Zeit absolut keine Lust hatte zu bloggen. Erst vor kurzem, als ich in der Mittagspause gerade ein konformes Low Carb Brötchen verspeist und auf dem Weg zum Gastroenterlogen war um meine Nasolabialfalte aufpolstern zu lassen, kam der Gedanke wieder auf. Naja, nicht wirklich, aber das sind Themen in der Bloggerwelt, die mich durchaus reizen wieder ein paar Zeilen zu tippen ;)

Den ersten Post möchte ich aber einer Sache widmen, die mir unendlich am Herzen liegt.
Schon länger bin ich aktiv im Tierschutz, vor einigen Wochen habe ich mich in das Projekt einer mittlerweile guten Freundin eingeklinkt. Zusammen arbeiten wir nun an unserem eigenen, kleinen Verein. Ein Wunsch den ich schon lange hatte, der aber nie wirklich realisierbar war.

Tierschutz ist immer eine kontrovers diskutierte Angelegenheit, bei der man auf viel Unverständnis aber auch viel Unwissenheit stösst. Ich bin nicht der barmherzige Samariter und möchte auch nicht beweihräuchert werden. Ich möchte lediglich für das Thema sensibilisieren.
Wen das nicht interessiert oder wer zart besaitet ist, sollte an dieser Stelle das rote X drücken.

Nun aber von vorne:
Wer mich auf Instagram verfolgt, wird mitbekommen haben, dass ich im letzten Jahr einen Hund aus Rumänien adoptiert habe.
Ehrlich gesagt, war es eine total spontane Impulsgeschichte. Schon einige Zeit vorher hatten wir mit dem Gedanken gespielt, einem Hund ein Zuhause zu geben. Wir waren erst im Tierheim, die aber wenig Interesse an einer Vermittlung hatten.

An einem Wochenende teilte irgendwer auf Facebook einen Beitrag über rumänische Strassenhunde in meiner Chronik. Es war ein Aufruf Hunden, die dort in einer Tötungsstation sassen, vor der in Kürze bevorstehenden Euthanasierung zu bewahren. Ich bin ziemlich zart besaitet wenn es um solche Themen geht aber es war wie ein Autounfall, ich konnte nicht weggucken!

So habe ich ein geschlagenenes Wochenende damit verbracht, mir das ganze Elend vom Breasta Shelter in Craiova anzuschauen. Die Bilder und Videos waren teilweise so verstörend, dass ich heulend vorm Pc sass und nachts nicht mehr schlafen konnte. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich dazu keine Fotos hochlade. Jeder soll selbst entscheiden ob er sich das anschauen kann und will. Ich möchte niemandem schlaflose Nächte bereiten. Wer sich mit der Materie intensiver befassen will, wird merken dass es keine erfundenen Schauermärchen sind. Eine zuverlässige Quelle ist zb. die Website Map of Hope.




Ich fasste aus dem Bauch heraus die Entscheidung, wenigstens einen aus diesem ganzen Scheiss rauszuholen und habe es nie bereut. Er ist ein absolut treuer und lieber Kerl und bei der Vorstellung, dass er jetzt eigentlich nicht mehr da wäre, wird mir immer noch kotzübel.



Ich habe recht schnell gemerkt, dass die Tierschützer und Vereine noch übler sind als die Bloggercommunty. Es sei gesagt, dass es viele scharze Schafe unter den Organisationen und Vereinen gibt und man muss wirklich die Spreu vom Weizen zu trennen. 
Immer wieder sieht man herzzereissende Bilder, liesst traurige Geschichten, die lediglich dazu dienen, den Leuten Spendengelder aus der Tasche zu ziehen. In Rumänien beispielsweise sind Hunde ein lukratives Geschäft. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in ärmlichen Verhältnissen und auch das Verhältnis zu Tieren ist dort völlig anders, als wir es gewohnt sind.
Kinder spielen mit Hunde- und Katzenwelpen Fussball, andere überfahren sie absichtlich, werfen sie in Öl, zünden sie lebendig an, übergiessen sie mit Teer oder prügeln sie tot. Selten gehört ein Tier zur Familie und wenn es keinen Nutzen erfüllt, wird es auf die Strasse gesetzt. Unkastriert versteht sich, denn dafür fehlt entweder das Geld oder es ist ihnen schlichtweg egal. Obwohl mittlerweile viele kostenlose Kastrationsprojekte stattfinden, werden sie nicht ausreichend genutzt. Damit könnte man das Problem an der Wurzel fassen und die massenhafte Population stoppen. Weniger Strassenhunde, weniger Hunde in den Sheltern und wenig bis keine Tötungen.

Doch genau das will man eigentlich gar nicht. Strassenhunde sind eine profitable Einnahmequelle.
Hundefänger bekommen allein 50€ für jeden Hund, den sie im Shelter abliefern. Da wird auch schonmal ein Transport überfallen oder die Tiere werden von privaten Grundstücken geklaut. Die Art und Weise wie sie mit Drahtschlingen eingefangen werden, ist erschreckend. Es existieren genug Videos wie kleine Welpen jaulend über den Asphalt gezogen werden.

Im staatlichen Shelter werden sie anschliessend 2 Wochen "aufbewahrt", hat sie bis dahin niemand abgeholt, werden sie zur Tötung freigegeben.
In dieser Zeit werden sie kaum bis gar nicht gefüttert, es sei denn freiwillige Helfer vor Ort übernehmen das. Eine medizinische Versorgung findet genausowenig statt. Überall sieht man kranke, vor sich hinvegetierende oder bereits tote Hunde in den Zwingern.

Und all das, das Fangen, das Aufbewahren, selbst das Einschläfern, wird durch EU Mittel mitfinanziert. Wobei man von Euthanasierung, wie sie hier bekannt ist, kaum sprechen kann. Wer schonmal etwas von T-61 gehört hat, weiss wie qualvoll die Tiere verenden. Oder es wird mit Äxten und Schaufeln nachgeholfen, auch keine Seltenheit, obwohl all das verboten ist. Aber es schert sich niemand darum. Man kann 1000 Petitionen starten, es ändert nichts.

Von alldem habe ich Bilder und Videos gesehen, die mir nie wieder aus dem Kopf gehen werden. Das für mich schlimmste waren die Fotos aus dem angeblichen Black Kennel im Public Shelter in Breasta. Ein Raum, komplett abgedunkelt und verdreckt, in den Wärter Hunde sperren, misshandeln und Wetten abschliessen, welcher als erster stirbt. An Grausamkeit kaum zu überbieten.
Als ich damals die Bilder von den toten Hunden sah, einer war im selben Zwinger wie Yari gewesen, mit abgeschnittener Zunge, diversen Knochenbrüchen weil man sie an den Hinterläufen gepackt und gegen die Wand geschlagen hatte, offenen Wunden und vergewaltigt, war meine Grenze erreicht.
Ich wollte nicht länger zusehen, ich wollte etwas tun!

Oft wird kritisiert, warum man Hunden im Ausland hilft und nicht hier, unsere Tierheime seien ebenso voll. Dazu muss ich sagen dass dieser Vergleich hinkt. Die Tierheime bei uns sind absoluter Luxus wenn man sich die Shelter in Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Serbien und vielen weiteren Ländern anschaut. Es gibt auch genügend Tierheime hier in DE die bewusst Hunde aus diesen Ländern aufnehmen, weil sie eben nicht genügend Vermittlungstiere haben. Dann müsste man auch diejenigen verurteilen, die einen Hund beim Züchter kaufen statt im Tierheim und genau das tue ich nicht. Jeder einzelne hat das gute Recht, für sich selbst zu entscheiden.

Wir versuchen dort zu helfen wir wo es gerade nötig ist, ob direkt hier vor Ort oder im Ausland. Aktuell konzentrieren wir uns auf die Hilfe in Rumänien, weil die Lage dort momentan äußerst angespannt ist. Durch Welpenflut und überfüllte  Zwinger, sind wöchentlich Tötungen angesetzt. Dazu kommen Krankheiten und Beissereien durch Futterknappheit, die nicht selten tödlich ausgehen. Wer mir auf Facebook folgt, wird sicher das ein oder andere gelesen haben.

Die Hilfe in Rumänien ist für mich eine persönliche Herzenssache. Unser Hund kam von dort und ich habe sehr gute Kontakte zu Rescuern und privaten Organisationen geknüpft, denen ich absolut vertraue und deren Augenmerk die Tiere und nicht der Profit ist.

So konnten wir bereits 12 Hunde retten was im Anbetracht der Situation nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist,  aber es sind 12 Tiere die die Chance auf ein besseres Leben haben werden.

Das Ziel ist, nach Kastration, Bluttests, medizinischer Versorgung und Impfung ein Zuhause zu finden. Ich weiss dass es kein Dauerzustand sein kann, die Tiere hier oder in Nachbarländer zu vermitteln, doch solange sich die Gesetzeslage nicht ändert, kann ich nicht einfach wegschauen, die Hunde haben es sich schliesslich auch nicht ausgesucht.

Wir haben in den letzten Wochen finanziell viel aus eigener Tasche bewerkstelligt, aber alles zu stemmen funktioniert einfach nicht. Wie alle Vereine sind wir auf Hilfe angewiesen (an dieser Stelle  nochmal ein Dank an Doreen) doch die Spendenbereitschaft ist angesichts vieler schwarzer Schafe im Tierschutz deutlich gesunken.

Eigentlich hatte ich nicht vor das Tierschutz-Thema hier auf dem Blog breitzutreten, doch ich habe beim Schreiben zum ersten Mal das Gefühl hier etwas wirklich Sinnvolles zu tun.



Wir haben aktuell zwei Staupe-Hunde, deren Behandlung extrem kostenintensiv ist und wenn jemand etwas erübrigen kann, und wenn es nur 2-3 € sind, dann würde ich mich freuen wenn ihr uns über den unteren Paypal Button unterstützt.

    
                                                             

Auf unserer Facebook-Seite  (die Website ist gerade im Umbau) werden regelmäßig die Spendeneingänge und Ausgänge deklariert, damit alles transparent bleibt und ersichtlich ist, wofür das Geld verwendet wird und wir uns nichts in die eigene Tasche stecken!

Ich habe auch kürzlich ausgemistet und möchte demnächst noch einen kleinen Spenden-Sale starten. Vielleicht schaut ihr mal vorbei :)

Ihr könnt euch jederzeit melden, wenn ihr Fragen habt oder sogar mit dem Gedanken spielt einen Hund zu adoptieren.








Freitag, 27. November 2015

Meine Geschichte zum Thema Herzenswünsche: Otto Weihnachtsfilm 2015 (Sponsored Video)





Die Geschichte im diesjährigen Otto Weihnachtsfilm ist wirklich rührend! Sie steht unter dem Motto "Weihnachten ist in dir" und die Botschaft dahinter soll zum Nachdenken anregen, worauf es an Weihnachten tatsächlich ankommt. Die Geschichte dreht sich um Herzenswünsche, aber nicht um die eigenen, sondern die Wünsche anderer. Wünsche, die man erfüllt ohne eine Gegenleistung zu erwarten oder weil man es muss, sondern um andere glücklich zu machen.

Mir fiel dazu eine Geschichte aus meiner Grundschulzeit ein. Damals hatten wir in der Vorweihnachtszeit für etwa 6 Wochen einen Gastschüler. Die Familie arbeitete auf einem Weihnachtsmarkt in der Nähe, wenn ich mich richtig erinnere, hatten sie dort einen Stand mit Süßkram und ein Karussel.
Martin und seine ältere Schwester waren es gewohnt, ständig in anderen Schulen zu sitzen, sie fuhren dauernd von einem Ort zum nächsten.

Als ob das nicht schon schwer genug für die beiden gewesen sein musste, wurden sie auch wegen ihres Äußeren gehänselt. Besonders Martin traf es ziemlich hart. Er trug alte, abgetragene Klamotten und hatte noch nichtmal nen richtigen Ranzen, sondern einen roten Rucksack mit Sparkassenlogo, der auch noch kaputt war. Einer der Trageriemen war abgerissen und er musste ihn immer festhalten damit ihm der Rucksack nicht über die Schulter rutscht.

Ein Mäppchen hatte er auch nicht, seine paar Stifte schmiss er lose in den Rucksack.
Eigentlich hätte er uns wirklich leid tun müssen aber wie fies Kinder manchmal so sind, haben wir uns alle über ihn lustig gemacht.
Besonders sein Rucksack gab immer wieder Anlass zu Hänseleien, sodass er innerhalb weniger Tage nur noch als "Sparkassen-Martin" bekannt war.
Unserer Klassenlehrerin blieb natürlich nicht verborgen, dass Martin täglich gepiesakt wurde und so wusch sie eines Morgens der gesamten Klasse gehörig den Kopf.

Ich weiss noch, dass ich mich ziemlich schämte und ein schlechtes Gewissen bekam, so wie die meisten in der Klasse. Ihr Vorschlag, etwas Geld zu sammeln, um Martin einen Ranzen zu kaufen, fanden wir daher alle gut. Wer wollte, konnte 2 DM mitbringen, den Rest wollte unsere Lehrerin beisteuern.
Ich weiss nicht wieviel zusammenkam aber die meisten brachten tatsächlich was mit, auch ich.

Die Lehrerin besorgte also einen Ranzen, inkl. Mäppchen und Turnbeutel. Es war kein teures Markenteil aber Luxus im Vergleich zu dem alten Sparkassenrucksack.
Martin war totaler He-Man Fan und die Lehrerin schaffte es doch tatsächlich einen Ranzen mit den Masters of the Universe aufzutreiben.

Ich kann mich nicht mehr an alles detailiert erinnern aber ich weiss noch ganz genau, wie Martin das Teil auspackte: Er brach in Tränen aus! Und nicht nur ein bisschen, er weinte hemmungslos und bekam sich gar nicht mehr ein. Ich hab immer noch dieses Bild im Kopf wie er den Ranzen umklammert und schluchzt.
Noch nie hatte ich vorher ein Kind gesehen, dass sie so über etwas freut, schon gar nicht über nen Ranzen! Das hat mich damals schon ziemlich bewegt und wenn ich heute daran denke, hab ich immer noch einen Kloß im Hals.

Wir haben Martin danach nicht mehr gesehen, es war der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien aber ich bin mir sicher, dass er zumindest seiner Schultasche wegen, in anderen Schulen nicht mehr so gehänselt wurde.

Er war zwar nur kurz da aber die Erinnerung an diese Situation hat sich so bei mir eingebrannt, dass ich ihn vermutlich nie vergessen werde!

*Beitrag in Zusammenarbeit mit Otto.de!

Mein heiliger Gral: Organique Anti-Age Haarmaske




Ich weiß zwar nicht warum sie sich ausgerechnet "Anti-Age" Haarmaske nennt aber es ist mir auch wurst, denn sie erfüllt alle Kriterien, die ich an eine Haarkur stelle.

Ich kanns gar nicht oft genug wiederholen: Je grauer meine Haare werden, desto trockener werden sie. Ich hab neulich ein Foto gefunden, auf dem ich etwa Ende 20 war. Meine Haare waren total glatt und glänzend. Na gut, sie waren auch platt und dünn, aber sie glänzten.

Mittlerweile sind sie borstig, supertrocken in den Längen und Spitzen und kringeln sich von Jahr zu Jahr mehr. Nun hab ich endlich mal Volumen im Haar ohne mir einen Wolf zu toupieren, dafür aber null Glanz.

Ohne Pflege läuft bei mir gar nix mehr und selbst da gibts enorme Unterschiede. Kaum eine Kur schafft es meine Spitzen zu entstrohen, Glanz reinzubringen und sie zu entknoten. Da muss ich schon schwerere Geschütze wie Öle, Spitzenfluids etc. auffahren.

Anfang des Jahres bekam ich ein Sample der Organique Anti-Age Haarmaske und hab mir wenig davon versprochen. Organique ist zertifizierte Naturkosmetik und Nk funktioniert bei meinen Haaren meist gar nicht, weil null Effekt.


Die Anti-Age Haarmaske ist die erste, die bei mir richtig was kann. Nach der Maske muss nicht, wie bei anderen Kuren, noch was zusätzlich benutzen. Meine Haare sind supergeschmeidig aber nicht pappig und glänzen selbst in den Spitzen. Sie fühlen sich einfach richtig gesund an, auch wenn ich weiss, das sie das nicht sind ;)
 Den Unterschied merke ich besonders beim Bürsten: Ohne die Maske finde ich immer ne Menge abgebrochener Haare, mit Kur ist das deutlich weniger.

Sie enthält neben Argan- auch Traubenkernöl das für den grandiosen Duft verantwortlich sein soll. Ich finde es riecht total nach Kinderkaugummi und der Duft hält sich eeeewig im Haar, ich könnt mich reinlegen!

Die Anti-Age Maske enthält kein Silikon, keine Sulfate, Farbstoffe und ist mineralölfrei. Ich habe euch hier mal die Inhaltsstoffe abgedruckt:

Aqua, Cetearyl alcohol, Cetrimonium Chloride, Glycerin, Hydrolyzed Silk, Argania Spinosa Kernel Oil, Vitis vinifera seed oil, Pearl Powder, Maris Sal, Panthenol, Phenoxyethanol, Ethylhexyglycerin, Parfum, Citral, Citronellöl, Limonene, Linalool

 Das ist bereits mein dritter Pott, ich muss allerdings auch dazusagen, dass ich sie nicht nur als "normale Kur", sondern auch nach jedem Waschen als Spülung verwende. Mit knapp 16€ ist das natürlich kein günstiger Spass aber ich komme trotz derhäufigen Anwendung etwa 3 Monate mit den 150 ml aus.
 Ne Weile gab es auf Amazon mal ne 250 ml Größe für 19€ aber die ist immer wieder ausverkauft. Momentan gibt es die kleine Variante für 12,99€ bei nu3, da hab ich mir nochmal Nachschub geordert.

Was bleibt da noch zu sagen? Ich liebe diese Maske! Es gibt für mein Haar aktuell nichts, was ihr das Wasser reichen könnte!



Dienstag, 3. November 2015

Verhütung mit der Kupferspirale: Meine Erfahrung

 

Das Interesse an hormonfreien Verhütungsmethoden hat den letzten Jahren deutlich zugenommen, auch in meinem näheren Umfeld ist es immer häufiger ein Thema.
Wenn ich über meine Erfahrungen mit der Kupferspirale spreche, merke ich immer wieder dass viele Unsicherheiten und Vorurteile kursieren. Angefangen von Schreckensgeschichten beim Einsetzen über Spiralenschwangerschaften und Dauerblutungen ist alles dabei.

Ich möchte heute einfach mal aus meinen Erfahrungen heraus berichten, denn ich persönlich finde es gut, dass auch immer mehr Blogger das Thema Verhütung offen ansprechen. Wir sind ja schliesslich erwachsene Menschen.

Ich selbst habe mich vor knapp 5 Jahren aufgrund einer genetisch bedingten Blutgerinnerungsstörung endgültig von der Pille verabschieden müssen. Da ich dadurch ein höheres Risiko trage an einer Thrombose zu erkranken, die meisten Pillen dieses Risiko bekanntermassen eh schon steigern, blieb mir also nichts anderes übrig, als mich mit hormonfreien Methoden auseinanderzusetzen.

Ich hätte gerne auf etwas völlig natürliches wie die Temperaturmethode zurückgegriffen, doch ich kenne mich, ich bin manchmal schludrig und vergesslich, was nicht gerade förderlich für eine Verhütungsmethode ist, die einen gewissenhaften Umgang erfordert.

Nach Gesprächen mit meiner Frauenärztin und diverser Googelei habe ich mich schlussendlich für die Kupferspirale entschieden.
Es gibt natürlich auch einige Kontraindikationen, die gegen ein Einsetzen sprechen, bespielsweise starke Menstruationsbeschwerden, Kupferunverträlichkeit oder Infektionen. Deshalb ist eine vorherige Beratung beim Arzt unverzichtbar.

Wirkweise 

Es gibt mittlerweile die verschiedensten Modelle, von der Kupferkette bis zur T- oder Ovalspirale. Das Prinzip ist bei allen identisch: Ein mit Kupferdraht umwickelter Plastikkörper (bei der Kupferkette ist es lediglich ein Faden ) gibt kontinuierlich Kupferionen ab, die spermizid wirken. So wird eine Befruchtung verhindert.
Eine Freundin dachte dass die Wirkweise der Spirale darauf beruht, dass sie die Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle verhindert. Dem ist aber nicht so, sonst gäbe es wohl keine "Spiralenkinder ".

Das war übrigens meine größte Unsicherheit: Man hört und liest ja immer wieder von Schwangerschaften trotz Spirale, obwohl sie mit einem Pearl Index von 0,3- 0,8 % eine hohe Sicherheit bieten soll.
Laut meiner Ärztin liegt das in den meisten Fällen an falscher Position bzw. fehlender Nachkontrolle. In den ersten Wochen ist das Risiko dass sie "verrutscht" oder ausgestossen wird am höchsten. Daher ist es besonders wichtig den Sitz nach der ersten Blutung nach einsetzen der Spirale zu kontrollieren. Danach reicht eine halbjährliche Untersuchung aus. Bei mir hat sich in den fast 5 Jahren nie etwas am Sitz verändert.


Das Einsetzen

Da haben wohl die meisten Schiss vor. Nee, es war nicht schön aber ich habe auch nix anderes erwartet. Der ideale Zeitpunkt ist während der Blutung, da der Muttermund dann schon leicht geöffnet ist und das Einsetzen erleichert.
Bei mir war es zeitlich erst am Ende der Periode möglich, was das Legen der Spirale etwas schwieriger und schmerzhafter machte. 
Es ist übrigens ein Gerücht, dass nur den Frauen, die auf natürlichem Weg Kinder geboren haben, eine Spirale gelegt werden kann. Ich habe zwei mal per Kaiserschnitt entbunden, das spielte ebensowenig eine Rolle wie das Alter oder ob man überhaupt schon Kinder bekommen hat.

Nun aber weiter zum Ablauf: Ein Röhrchen in dem sich die Spirale befindet, wird bis zur Gebärmutter vorgeschoben. Dort wird sie "aufgeklappt" und das wars dann schon. Hört sich simpel an, tut aber richtig weh.
Ich hätte mir zwar eine örtliche Betäubung geben lassen können aber der Gedanke mit ner Spritze dort rumzufummeln, fand ich auch nicht gerade prickelnd.

Ich wills nicht beschönigen, es sind etwa 2-3 Minuten in denen man arg die Zähne zusammenbeissen muss, dafür hat man aber auch 5 Jahre Ruhe.

Ich hatte mich danach zu einem Einkaufsbummel verabredet, dass hätte ich besser sein lassen. Den Rest des Tages hatte ich ziemliche Unterleibsschmerzen, in etwa mit starken Menstruationsschmerzen vergleichbar. Ich bin dann auch zügig nach Hause und habe michwie von vom Arzt empfohlen mit 2 Buscopan auf die Couch geschmissen.
Danach wars auch gleich ok und auch am nächsten Tag hab ich nichts mehr gespürt. Apropos spüren: Man merkt den "Fremdkörper" in keiner Situation.


Nachteile

In den ersten Wochen hatte ich leichte Zwischenblutungen, die waren nach der nächsten Periode aber verschwunden. Das hört sich jetzt vielleicht etwas naja an, aber ich habe das Kupfer in den ersten Wochen gerochen, angenehm ist anders. Die Blutung an sich ist wesentlich stärker geworden aber nicht länger als vorher.
Trotzdem nehme ich an, dass dadurch auch mein Eisenmangel verstärkt wurde. Wirklich wissen kann man es zwar nicht, weil ich immer schon Probleme damit hatte, aber es liegt nah.
Mehr Schmerzen habe ich übrigens nicht, auch die oft in Foren prophezeiten Infektionen, sind bei mir nie aufgetreten.
Im Bezug auf Schmerzen, vermehrte Blutung etc. soll die Kupferkette übrigens wesentlich besser sein und diesbezüglich fast keine Probleme machen. Einen guten Erfahrungsbericht zur Gynefix Kupferkette hat Sabine auf ihrem Blog geschrieben.

Im kommenden Frühjahr werde ich meine Spirale entfernen lassen müssen, da meine 5 Jahre Tragezeit sich dem Ende zuneigen. Aufgrund ihres Berichts habe ich mich dazu entschlossen, dann zur Gynefix zu wechseln, damit wäre dann hoffentlich auch das Thema mit der verstärkten Blutung vom Tisch, mein einziger Minuspunkt in den letzten Jahren.

Generell würde ich jederzeit wieder zu dieser Verhütungsmethode greifen. Ich war und bin nach wie vor zufrieden und die 160€ die ich gezahlt habe, waren mehr als günstig, wenn man sich 5 Jahre lang keinerlei Gedanken um Verhütung machen muss.
Ich habe mich immer "sicher"  gefühlt und schlussendlich war sie es ja auch.

Wie sind eure Erfahrungen, positiv wie negativ, mit der Kupferspirale? Oder habt ihr Fragen dazu? Dann schreibts doch in die Kommentare, ich würde mich sehr über einen Austausch zum Thema freuen :)




Donnerstag, 29. Oktober 2015

News der Woche: Mac, Bücher, Aufreger ...

Es wird mal wieder Zeit, diese Kategorie ein wenig aufleben zu lassen. Hier also ein kleiner Rückblick der letzten Woche.




Gestern flatterte die PM der ab Januar erhältlichen Viva Glam Ariana Grande Lippenprodukte in mein Postfach. Im ersten Moment dachte ich der Lippenstift ist schwarz aber es ist ein extrem dunkler, matter Pflaumeton. Ich wills haben!!!! Ob ich ihn trage oder nur angucke weiss ich allerdings noch nicht ;)  Der Erlös geht wie immer an den Mac Aids Fund, das rechtfertigt den Kauf doch gleich wieder.





Gesehen hab ich bei DM den limitierten Balea Adventskalender. Anscheinend ist er in vielen Filialen schon ausverkauft, bei uns standen bestimmt noch 5 Stück im Regal. Auch wenn er mit 14,95 € preislich noch human ist, das meiste sind Probiergrößen und mit den wenigsten Produkten, könnte ich tatsächlich was anfangen.





Mein Flop Produkt der Woche ist der Pure Coconut Conditioner, den ich für 2,99€ bei Action erstanden habe. Es gibt aus der Serie von Handcreme über Duschgel bis Haarkur so ziemlich alles. Ein absolut sinnloser Kauf, wenn man bedenkt, dass ich kaum Conditioner benutze und trotzdem mindestens 5 angefangene Flaschen zuhause rumstehen habe, aber er roch sooo gut!

Beim ersten Gebrauch, wurde mir allerdings echt anders unter der Dusche. Was in der Flasche noch herrlich nach Kokos riecht, stinkt im Haar nach angeschmortem Plastik :O  Wi-der-lich!
Ob das Zeug gekippt ist oder ich einfach ne Montagsflasche erwischt habe? Keine Ahnung, ich trau mich noch nichtmal es ins Klo zu kippen, nachher bin ich noch an nem Fischsterben oder einer Grundwasserverseuchung schuld.
Alternativ wäre es nur als Wichtelgeschenk für nervige Arbeitskollegen ein heisser Tipp ;)






Aufgrund akuter Männergrippe kam ich letzte Woche wieder vermehrt zum Lesen. Ich bin so ein Jammerlappen wenn ich krank bin aber sich mit Kindern auskurieren ist auch echt ein Ding der Unmöglichkeit. Wieso gibt es eigentlich kein Gesetz, bei dem man bei den Vätern nen gelben Schein einreichen kann, wenn man röchelnd auf der Couch hängt?
Na gut, zurück zum Thema. Gelesen habe ich Totes Meer * von Brian Keene. Ein typisches Zombie-Apokalypsen-Szenario: Überlebende retten sich auf ein Boot, blöderweise greift das Virus auch auf die gesamte Fauna über. Viel Blut, viel Gemetzel und das sehr detailreich. Ich bin nicht vor Überraschungen im Dreieck gesprungen, mit der Story wird das Rad auch nicht neu erfunden aber es war trotzdem recht spannend. Es liess sich gut "weglesen" und ist für Zombiefans sicher ganz solide.

Ausserdem habe ich mir Cupido * und Morpheus * von Jilliane Hofmann zu Gemüte geführt. Die Beiden lagen schon ne ganze Weile hier herum und ich muss sagen, ich fand sie gut. Cupido war dabei noch um Längen besser als der Nachfolger. Ich mag es ja total, wenn es immer wieder überraschende Wendungen und Verwicklungen gibt, obwohl ich schon vorm Schluss wusste worauf es hinausläuft. Aber es war gut!
Bei Morpheus nervten mich irgendwann die ständigen Erklärungen zu Paragraphen und Gesetzestexten...ich glaube das war auch, weil ich die beiden Bücher hintereinander gelesen habe, irgendwann wirds anstrengend.



Kommen wir zum Aufreger der Woche, der sich in der Kassenzone bei Aldi ereignet hat. Ich schiebe gerade meinen Wagen beiseite, um meinen Kram ordentlich einzuräumen. Die motivierten Aldi Kassierer schubsen ja gern mal alles hinterm Band mit einem Rutsch in den Wagen. Hinter mir ist ein ein recht alter Herr an der Reihe, der in seinem Geldbeutel nach passend Klimpergeld kramt. Dabei kullert ihm plötzlich der halbe Geldbeutel auf den Boden, überall liegen Centstücke im Kassenbereich verteilt.
Weil ich ja ein zuvorkommender Mensch bin und dem Oppa ersparen will, dass er auf dem Boden rumkrabbeln muss, sammel ich sein ganzes Kleingeld ein.
Er bezahlt, ich stehe wartend neben ihm, mit der handvoll roten Pennys. Er guckt grantig, dann schnauzt mich er mich an:" DIE kommen aber wieder DA rein!!!"  Untermalt wird seine Aussage noch mit einem erhobenen Zeigefinger , der mir den Weg in Richtung seines offenen Geldbeutels simuliert! Was dachte der denn was ich mit den Centstücken vorhabe? Mich ins Ausland absetzen oder was? Also manchmal!

So, das war's auch schon. Bevor ich's vergesse: Habt ihr nen ultimativen Buchtipp Richtung Thriller, Krimi etc.  den es sich zu lesen lohnt?  Dann immer her damit :)

*Affilatelink


Montag, 28. September 2015

In der Servicewüste...

 

Vor kurzem hatte ich mich mit einer Freundin zum Essen verabredet. Sie wohnt nicht in der Nähe, daher sehen wir uns nur selten und wenn, halten wir uns immer nen Abend frei an dem wir ins nahegelegene, italienische Restaurant gehen.

Wir waren dort schon öfter, das Essen ist gut und die auf alt getrimmten Räumlichkeiten, die nur durch Kerzen beleuchtet sind, machen eine total gemütliche Atmosphäre.
Der Chef des Lokals ist zwar ein muffiger, meist schlecht gelaunter Typ aber solange alles andere stimmte, war das nie ein Thema.

An dem Abend, einem Freitag, war dort wenig los. Ausser unserem Tisch waren nur noch zwei andere besetzt. Ein älteres Ehehpaar und ich schätze, eine Familie mit ihren erwachsenen Kindern.

Es war etwa halb 8 als wir dort ankamen, das Lokal hatte laut Öffnungszeiten bis 23 Uhr offen.

Wir bestellten bewusst keine Vorspeise, weil wir beide noch Platz lassen wollten für den Nachtisch. Schon auf der Hinfahrt hatten wir fast aufs Armaturenbrett gesabbert als wir über das göttliche Erdbeertiramisu plauderten.
Das bestellten wir immer und es war jedesmal das Highlight des Essens.

Eine der beiden Kellnerinnen, ein junges Mädchen, kam mit der Speisekarte an unseren Tisch. Das Mädchen war sichtlich erkältet, zog unentwegt die Nase hoch, hustete und sah auch sonst richtig fertig aus. Meine Freundin meinte dann noch zu ihr, dass es sie aber ziemlich erwischt hätte, worauf sie erzählte, dass bei ihr zuhause alle mit Grippe und hohem Fieber flachlägen.

Warum der Chef sie in dem Zustand noch zwischen den Tischen rumspringen liess und anmoserte, sie solle nicht so laut husten, erschloss sich uns nicht. Es war ja nix los und die zweite Kellnerin hätte locker ihren Part mitübernehmen können.

Üblicherweise gab es vorm Essen immer ein Körbchen Brot mit verschiedenen Dips, an diesem Abend kam aber nix. Das war jetzt nicht weiter schlimm, wir wollten uns wegen des Nachtischs eh nicht so vollhauen.

Beim Hauptgericht zeigten sich dann aber die ersten Probleme: Bei der Pizza meiner Freundin war der Teig noch nicht durchgebacken und meine Nudeln waren auch noch ziemlich knackig al dente.
Meins war noch essbar, meine Freundin dagegen bat den Chef, ihre Pizza nochmal kurz in den Ofen zu schieben.

Ohne ein Wort nahm er den Teller und kam einige Minuten später nochmal um ihn wortlos wieder hinzuschieben.
Zwischendrin servierte das total verschnupfte Mädchen unsere Getränke, nieste und hustete aufs Tablett, putzte sich mit lautem Brodelgeräusch die Nase an einem völlig zerfledderten, vollgeschnäutzen Tempo um dann die Gläser oben am Rand hochzuheben und uns hinzustellen.

Ehrlich, das Mädchen tat mir leid aber ich möchte auch aus keinen mit Viren vollgeschnäuzten Gläsern trinken, an denen noch feuchte Fingerabdrücke kleben. Vielleicht bin ich zimperlich aber ich fand das mehr als unappetittlich und wir baten um neue Getränke.
Das ältere Ehepaar am anderen Tisch übrigens auch. Die hatte es noch schlimmer erwischt, als die Kellnerin ihnen in den Salat kodderte. Auch den liessen sie zurückgehen.

Der Chef war sichtlich genervt aber anstatt das Mädchen mal nach Hause in ihr Bett zu schicken, hing sie fortan wie ein Schluck Wasser in der Kurve am Tresen.

Noch während wir assen, es war ca. halb neun, fing der Chef an, an sämtlichen unbesetzten Tischen die Kerzen auszublasen. Für ein romantisches Date wär das sicher ganz nett gewesen aber da mittlerweile nur noch wir und das ältere Paar dort sassen, wurde es schon ziemlich duster im Raum.

Kurze Zeit später kam er dann auf die Idee, auch noch die Stühle hochzustellen und das nicht etwa leise, nee, da wurde gepoltert und die leeren Tische quietschend durch die Gegend geschoben.

Es war einfach nervig und man konnte sich kaum noch vernünftig unterhalten. Als unsere Teller abgeräumt wurden, bestellten wir gleich unseren Nachtisch.

"Ja, das geht nicht mehr, die Küche ist schon zu!"  

 "Aber ihr habt doch immer bis 11 geöffnet, oder ?"

"Haben wir auch aber der Koch ist schon weg, weil so wenig los war!"

Spätestens da war ich echt grantig. Wir hatten uns den ganzen Tag auf diesen doofen Nachtisch gefreut und dann machen die um 9 die Küche zu? Er hätte statt dem Koch mal lieber die Kellnerin nach Hause geschickt! Davon ab, muss man kein Sternekoch sein, um ein Tiramisu aus dem Kühlschrank zu holen!

Das ältere Paar am anderen Tisch wurde mittlerweile auch etwas ungehalten. Die Frau hatte sich wohl genauso auf den Nachtisch gefreut und versuchte den Chef zu bequatschen, ohne Erfolg:
" Ok, dann bringen sie mir doch bitte noch einen Kaffee!"

"Die Maschine haben wir gerade ausgemacht!"

"Sie werdens ja wohl noch schaffen, den Stecker wieder reinzustecken oder?"

Die Frau bekam mit grantiger Miene ihren Kaffee serviert und zeitgleich, wie wir auch, die Rechnung auf den Tisch gelegt ohne dass jemand danach gefragt hätte.

Die Getränke die wir noch bestellt hatten kamen auch nicht mehr, stattdessen schlurfte die zweite Kellnerin, mit Putzeimer und Wischmop rein, machte das Licht an und fing im hinteren Teil schonmal an zu den Boden zu wienern.
Ich wartete eigentlich nur noch drauf, das der Chef mit ner Sackkarre um die Ecke kommt und uns vor die Tür schiebt.
Man hatte das Gefühl, dass wir regelrecht rausgeekelt werden sollten.
Das Ehepaar war ziemlich stinkig und rief zu uns rüber, dass sie hoffen, wir gäben ebenfalls kein Trinkgeld. Machten wir auch nicht.

Der Chef hatte allerdings wenig Interesse den Grund zu erfahren. Wir versuchten ihm zwar nett aber bestimmt zu vermitteln, dass wir die ganze Situation an diesem Abend nicht besonders doll fanden, bekamen aber null Reaktion darauf.

Nach der Nummer sagten sowohl das Paar als auch wir, dass wir unter diesen Umständen wohl nicht mehr hier essen würden und er meinte nur: " Ja, dann kann ich es auch nicht ändern! Ich will auch irgendwann mal Feierabend machen" Öhm???
Die Frau regte sich fürchterlich auf und rief ihm noch hinterher, dass er dann seine Öffnungszeiten ändern soll, wenn er will dass die Leute um 9 Uhr verschwinden!

Ich bin echt der Letzte der kein Verständnis hat, wenn man "pünktlich" Feierabend machen will. Es gibt sicher immer Ausnahmesituationen in denen man das Geschäft eher schliessen möchte aber 2 Stunden früher die Schotten dichtmachen weil ja eh kaum Betrieb ist?
Früher im Laden konnte ich auch nicht um 4 Uhr sagen:" Och, es ist so wenig los, ich schmeiss die Tante mit der Strähnenfolie aufm Kopp jetzt mal raus!"

Offenbar war es demjenigen völlig wurscht ob wir zufrieden rausgehen oder nicht. Ich fand das echt schade und die logische Konsequenz ist, dass wir dort zum letzten Mal waren.  
 
Habt ihr schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht oder hattet das Gefühl als Kunde/Gast unerwünscht zu sein?










Sonntag, 27. September 2015

Manhattan Soft Rouge Lipstick "Dark Pomegranate"

 

Es ist schon Ewigkeiten her, dass ich in der Drogerie an der Manhattan Theke gestanden habe. Hätte nicht eine Freundin interessiert an den Testern rumprobiert, wären mir die neuen Lippenstifte gar nicht aufgefallen.
Ich muss sagen, ich war wirklich überrascht: Neue Texturen, neue Verpackungen, neue Farben! Irgendwie ist die letzte Sortimentsumstellung still und leise an mir vorbeigezogen.
Genauso wie die Tatsache, dass die Lippenstifte neben Nummern, endlich Namen haben....ich bin so out ;)

Neben den All in One Lippenstiften, haben mich die  Manhattan Soft Rouge * besonders gereizt. Die Farbauswahl fand ich richtig gut, auf Anhieb hätte ich bestimmt 5 Farben einpacken können, entschied mich aber schlussendlich nur für die 960 Dark Pomegranate. Man will ja erstmal gucken wie sie sich so im Gebrauch schlagen.

Dark Pomegranate ist kein, wie man bei Name und Optik vermuten würde, kräftiges, dunkles Rot sondern ein leichter, schimmerloser Himbeerton der perfekt in den Alltag passt.



Die gelartige, leichte Textur ist sicher nichts Neues, fast jede Marke hat mittlerweile solche Produkte im Sortiment. Optisch kommt man nicht an der Ähnlichkeit zu den Dior Addict Lippenstiften vorbei und ich muss sagen, auch die Qualität steht dem in nichts nach.

Ich habe weder am Tragegefühl, noch am Auftrag etwas auszusetzen. Er kriecht nicht und die Lippen sehen gepflegt aus. Für 3,90€ ein Schnapper!
Von der Haltbarkeit darf man natürlich bei der Textur nichts Aussergewöhnliches erwarten, man muss halt über Tag öfter mal nachlegen. Ich habe erst beim Hochladen bemerkt, dass die Kamera die Farbe etwas verschluckt, aber ihr könnt ja anhand des Swatchs erkennen, dass die Farbintensität eigentlich deutlich besser ist. Den Silberblick dürft ihr dezent übersehen ;)


Wenn ich einen winzigen Kritikpunkt habe, dann ist es der doch sehr intensive Duft. An sich riecht  er gut, man hat ihn aber auch stetig in der Nase, was einigen sicher too much sein könnte.

Ich für meinen Teil, bin wirklich positiv überrascht. Manhattan hat für den kleinen Preis ein absolut gelungenes Produkt auf den Markt geworfen, dass den Vergleich mit teueren Marken nicht zu scheuen braucht. Daumen hoch!



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