Montag, 27. Oktober 2014

Kommentare oder sind wir zu empfindlich?

Ein Thema das immer wieder gern und ausgiebig diskutiert wird, sei es auf  Blogs, Instagram oder diversen anderen Plattformen.

Die Rede ist natürlich von negativen bzw. kritischen Kommentaren, über postive regt man sich schliesslich nicht auf. Ich habe zumindest noch nie auf Instagram gelesen dass ein "Du und dein Freund seid so ein tolles Paar"- Kommentar mit " Wieso schreibst du sowas obwohl du uns gar nicht kennst? Er ist ein total egoistischer Arsch, also behalt deine Meinung für dich!" beantwortet wurde.

Ist ja auch völlig menschlich, dass man lieber positives als negatives Feedback bekommt...wer wird schon gerne kritisiert?

Doch wo fängt Kritik überhaupt an? Manchmal ist es gar nicht so einfach zwischen konstruktiver Kritik, subjektiver Meinung und Beleidigung zu unterscheiden. Es kommt ja durchaus vor dass jemand etwas "nett" verpackt, dass zwischen den Zeilen eigentlich nur "Sieht scheisse aus!" bedeutet.

Doch es soll gar nicht um beleidigende Kommentare gehen. Wir sind uns sicher alle einig, dass Aussagen wie "Boah wie hässlich!" oder "Du hohle Bratze!" absolut indiskutabel sind. Löschen und gut is!

Aber wie siehts mit kritischen Meinungen aus? Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass auch die in die Hater-Sparte geschoben werden.
Besonders auf Instagram ist dieses Phänomen weit verbreitet. Es muss nur jemand ein Outfit unpassend finden "Ich finde die Bluse macht dich älter!"  schon ist er neidisch, ein Hater oder es hat ihn nix anzugehen!
1000 andere Leser, Verwandte, Bekannte und Bloggerfreunde springen in die Bresche und machen sich über den Kommentarschreiber lustig, motzen oder fangen im ärgsten Fall an unter jeglichem Niveau zu diskutieren.

Ich suche dann immer vergeblich nach der Beleidigung die rechtfertigt, dass man sich derartig darüber echauffieren muss.

Da stellt sich mir oft die Frage: Sind wir durch die ständige Konfrontation mit fiesen Kommentaren zu dünnhäutig geworden oder wollen wir schlicht und ergreifend nur Positives hören?

Ich habe den Eindruck dass jeder Kommentar der nicht der eigenen Meinung entspricht sofort als persönlicher Angriff gewertet wird.

Klar macht auch der Ton die Musik und ich möchte auch nicht beschönigen dass man sich viel Mist anhören muss aber trotz allem sollte man doch irgendwo differenzieren.

Jemand dem meine Schuhe nicht gefallen ist noch lange kein Hater, genauso wie jemand der meinen Konsum an Beautyprodukten kritisch hinterfragt. Wenn das konstruktiv und mit Taktgefühl passiert, sehe ich da nichts Schlimmes bei.

Oft kommt der Vergleich, dass Menschen im realen Leben nie den Arsch in der Hose hätten sich negativ über diese Dinge zu äußern. Zum Einen habe ich da definitiv andere Erfahrungen gemacht und zum Anderen muss man doch auch immer mit Feedback rechnen (und möchte es ja auch) wenn man auf öffentlichen Plattformen etwas von sich preisgibt.

Natürlich ist das kein Freifahrtschein zum Draufknüppeln aber man ist sich doch bewusst, dass nicht jeder dieselbe Meinung,denselben Geschmack oder dieselben Ansichten haben kann?

Ist es nicht normal dass man auch mal mit (konstruktivem) Gegenwind rechnen muss?

Ich habe das Gefühl, man DARF eigentlich keine kritische Meinung mehr haben, wie sachlich sie auch geäußert wird, man ist immer der Buhmann der was Böses will oder neidisch ist.

Ist nicht gerade der Austausch untereinander, die unterschiedlichen Ansichten und subjektiven Eindrücke das was interessant ist oder geht es nur noch um fishing for compliments?

Ich bin weißgott niemand der superlocker mit Kritik umgehen kann. Ich bin schnell gekränkt wenn jemand unsensibel und taktlos ist. Kommentare unter der Gürtellinie sind mir dagegen komplett egal, da schalte ich mittlerweile auf Durchzug.
Aber es gibt ja auch noch etwas zwischen schwarz und weiß und manchmal regen andere Meinungen (sofern sie entsprechend formuliert sind) auch an zu reflektieren oder Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Mit negativem Feedback umzugehen musste ich auch erst lernen. Ist es euch nicht auch lieber wenn jemand ehrlich (bei respektvollem Umgang) ist, auch mal hinterfragt statt alles ausnahmslos toll zu finden?


Natürlich freue ich mich auch immer über liebe Worte, nicht dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht aber es ist auch nicht jeder gleich brandgefährlich nur weil er mal anderer Meinung ist, oder?









Freitag, 24. Oktober 2014

Wo liegt eure Schmerzgrenze?

 

Vor einiger Zeit bekam ich die neue Phyto Teint Expert Foundation von Sisley zugeschickt.

Was soll ich sagen: Sie ist toll! Ihren Versprechungen wird sie allemal gerecht: Sie hält bei mir wirklich lange, fühlt sich leicht auf der Haut an, deckt gut ohne Maskeneffekt und betont Fältchen und trockene Stellen nicht zusätzlich....was will man mehr?

Ach ja, da wäre was: Der Preis! Stolze 97€ soll sie kosten! Als ich das twitterte mit dem Zusatz wie gut ich sie finde fragte man mich mehr als einmal, ob sie mit fast 100€ auch putzen und bügeln kann.

Ich muss zugeben, der Preis ist schon eine Hausnummer obwohl ich schon zu Teeniezeiten viel Geld in High End Foundation investiert habe.

Mit schlimmer Akne war Estee Lauder damals die Rettung für mich. Auch wenn der Preis ( in den Neunzigern waren's um die 50 DM) hoch war und ich ihn mir beim Kellnern zusammensparen musste, war sie jeden Cent wert.

Heute gebe ich schnell mal 30€ für einen Lippenstift aus, den ich weißgott nicht brauche. Andere brauchen keine 3 Motorräder, 20 Taschen oder 500 DVD's, kaufen es aber aus demselben Grund: Weil man Spass dran hat und sich dran erfreut!


Irgendwo habe aber auch ich meine Grenzen. Beim Beispiel der Foundation muss ich ganz klar sagen, dass meine Schmerzgrenze deutlich überschritten ist.

Sicher hat man mal die Möglichkeit sich sowas mit nem Gutschein zu gönnen oder sich schenken zu lassen (wobei ich wahrscheinlich niemanden in meinem Umfeld finden würde der den Sinn hinter einer 100€ teuren Foundation verstehen würde) aber selber kaufen würde ich es nicht.


Dasselbe gilt für nen 70 € Concealer oder 60€ Nagellack, ab nem bestimmten Punkt ist es auch mir mal zuviel, egal wie gut oder gehypt ein Produkt auch sein mag.


An dieser Stelle würde mich interessieren, wo bei euch die Schmerzgrenze bei Kosmetikprodukten liegt? Kauft ihr eher seltener und investiert dafür in besonders teure Produkte oder gibt es auch bei euch Grenzen die ihr preislich niemals übersteigen würdet?





Mittwoch, 22. Oktober 2014

Jeden Tag derselbe Look: Chanel + Estee Lauder

"Warum schminkst du dich eigentlich immer gleich wenn du doch soviel Auswahl hast?" hat mich neulich eine Freundin gefragt, während sie in meiner Make up Sammlung rumkramte.

Tatsächlich hat sie nicht Unrecht, gerade in den Sommermonaten habe ich fast tagtäglich dasselbe benutzt.

Das lag weniger daran dass ich keine Lust hatte sondern dass ich eingesehen habe, dass mir nicht alles steht. Ich greife mittlerweile lieber auf verlässliche Produkte zurück.
Ein Beispiel hierfür sind Lidschatten in Grün. Egal in welche Richtung, die Farbe steht mir einfach überhaupt nicht.
Wie oft ich es auch probiere, ich habe mit Grüntönen immer die Hautfarbe eines Aschenbechers: Fahl, ungesund und grau!

Genauso geht es mir mit Nude Lippenstiften oder sämtlichen anderen hellen Farben. Vielleicht habe ich bisher immer den falschen Ton erwischt aber wenn ich bei jedem das Gefühl habe, dass nur noch meine Pickel und Rötungen strahlen und sonst nix, lasse ich's eben besser sein.

Da benutze ich doch lieber Bewährtes dass mich morgens nicht so aussehen lässt wie ich mich ohne den ersten Kaffee fühle ;)

Zwei ausgesprochen tolle und verlässliche Produkte sind diese beiden hier für mich: Chanel Les Beiges 02 und der Estee Lauder Pure Color Envy in 360 Fierce.


Diese Kombi tut nämlich genau das was ich möchte und sie ist absolut narrensicher.



Das Chanel Les Beiges Puder wurde mir im Frühjahr zugeschickt und war Liebe auf den ersten Blick, dabei sieht es erstmal gar nicht so spektakulär aus. 


Man hat hier 3 Produkte in einem, Highlighter, Blush und Bronzer, die durch die kuppelförmige Anordung auch problemlos einzeln zu entnehmen sind. Ich nutze meist nur den Bronzer zum Konturieren und das Rouge, was zusammen unheimlich schön harmoniert.

Der extrem simple Auftrag tut sein Übriges, es "sitzt" immer, egal wie schlaftrunken ich morgens vorm Spiegel rumhantiere.



Bei den vielgelobten Color Envys bin ich lange standhaft geblieben, bis ich auf Corinna's Instragram Account  "Fierce" entdeckte...wir haben offensichtlich nen sehr ähnlichen Farbgeschmack, sie fixt mich nämlich am Häufigsten an ;)


Meine Erwartungen waren nach den ganzen positiven Urteilen enorm hoch.Vielleicht zu hoch.
Ich weiß nicht was ich mir vorgestellt habe aber so überraschend anders finde ich die Textur gar nicht.
Qualitativ gibt es absolut nichts auszusetzen, Farbabgabe und Pigmentierung sind nach einem Auftrag perfekt ohne dass man das Gefühl hat 5 Schichten übereinander gepinselt zu haben. Ähnliches kann ich aber auch über die Lippenstifte von Illamasqua oder Armani sagen.
Auch hält er bei mir  nicht so lange wie es offenbar bei anderen der Fall ist aber damit habe ich generell immer Probleme.

Vielleicht liegt es auch einfach nur an meiner Erwartungshaltung, denn nichtsdestotrotz ist der Farbton ein Traum.


Ein warmer Rotton mit leicht bräunlichem Einschlag. Wie gemacht für mich.

Ich habe gefühlte 100 Rottöne aber Fierce ähnelt keinem von ihnen. Ein Kauf den ich bisher keine Sekunde bereut habe, auch wenn er nicht der Günstigste war.

Es lohnt sich im Übrigen die Preise zu vergleichen: Ich habe meinen bei Parfumdreams für 25,95€ bestellt, bei Douglas kostet er um die 30€,  bei der Zentraldrogerie sogar nur 22,80€. Dort ist die Auswahl allerdings relativ klein und "Fierce" war leider nicht vorrätig.


Wie sieht es bei euch aus, gibt es Produkte die ihr Monate am Stück fast ausschliesslich benutzt weil sie einfach "funktionieren"?





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Samstag, 18. Oktober 2014

Frustshopping oder warum man's besser sein lässt!

Frustshopping kennt sicher jeder. Bei mir war's letzte Woche wieder soweit. Bewaffnet mit der Shoppingcard war ich auf Mantelsuche und fand: Nix!

Ich weiß nicht wieviele Wollmäntel ich an diesem Tag probiert habe, allein bei H&M hatte ich 5 Wollmäntel an, in denen ich in jedem bescheuert aussah.

Im letzten Laden, bei Esprit, verlor ich endgültig meine gute Laune nachdem ich in einem roten Kurzmantel mit dekorativen Schulterapplikationen den Wachen vorm Buckingham Palace zum Verwechseln ähnlich sah...mir hätte als i-Tüpfelchen nur noch die buschige Pelzkappe gefehlt!

Grantig und genervt fiel mir dann dieser Poncho ins Auge.



An der Puppe sah er echt gut aus und als ich ihn vorm Spiegel überschmiss, fand ich ihn auch an mir ganz ok.
"OK" sagt eigentlich schon alles aber er war kuschelig, mit der Shoppingcard zahlte ich nur noch knapp 33€ und nach der frustrierenden Mantelaction musste ich mich irgendwie belohnen.

Das böse Erwachen kam dann Zuhause vorm heimischen Ganzkörperspiegel. Der Poncho war mir nicht nur zu lang bzw. ich zu klein, nee, er machte mich auch noch doppelt so breit.

Ich sah aus als hätte ich mir ne Pferdedecke übergeworfen. Selbst mein Freund, der sich sonst selten zu Klamotten äußert, fing an zu lachen und meinte, jetzt würde mir nur noch die Panflöte fehlen dann könnte ich mir in der Fußgängerzone was dazuverdienen!
Ein zweites berufliches Standbein war zwar durchaus verlockend aber ich entschied mich nach reiflicher Überlegung dann doch, es lieber als klassischen Frustfehlkauf abzutun :P

Fakt ist: Das ist Weitem nicht das erste Mal, dass ich etwas mit nach Hause geschleppt habe, nur damit ich nicht mit leeren Taschen ankomme.

Mal ehrlich, wieviele Frustkäufe hängen bei euch ungetragen im Schrank? Vor allem wenn sie auch noch reduziert waren, man sie zum vollen Preis aber nieee gekauft hätte. Rabatt ist schliesslich ein zuverlässiges Argument, drüber wegzusehen dass man das Teil gar nicht mal so doll findet. Ausserdem kann man sich immer noch prima selber bescheissen wenn man sich sagt, dass man es zur Not ja noch Zuhause zum Rumgammeln anziehen kann.

Bei meinem Poncho zog aber auch das Argument nicht, denn ausser als Sofadecke wäre mir kein alternativer Verwendungszweck eingefallen, also wurde er wieder umgetauscht.


Genauso wie die 7,99€  Palette von Lauren Luke die ich bei TKMaxx erstanden habe und bei der mir erst Zuhause auffiel dass jemand die Verpackung aufgerissen und seine Grapscher bis zum Boden in den Lipgloss gedrückt hatte!

Und genauso musste ich auch noch ein Glas Mais bei DM umtauschen in dem die Kuppe von nem blauen Gummihandschuh rumschwamm. Zum Glück war wenigstens nicht noch ne richtige Fingerkuppe als zusätzliche Fleischeinlage mit drin :O

Fazit: Von Frustkäufen werd ich zukünftig die Finger ( die Mitarbeiter von Alnatura eher ihre Fingerkuppen :P) lassen, es kommt nämlich eh nie was Gescheites dabei raus!







Samstag, 11. Oktober 2014

Ein paar Worte...

Ich habe in der letzten Woche soviele Mails und Nachrichten bekommen, wie es hier zukünftig ohne Frau Kirschvogel weitergehen wird.
Natürlich ist ihr Ausstieg unglaublich schade aber ich kann ihre Beweggründe absolut nachvollziehen. Sie wird mir zum Glück noch auf andere Art und Weise erhalten bleiben :)
Nichtsdestotrotz war es eine Situation, die mich im Bezug auf den Blog zum Nachdenken gebracht hat.
Vielen ist aufgefallen, dass ich nicht mehr so aktiv war und das hatte seine Gründe, für die ich etwas weiter ausholen muss.

Manchmal passieren Dinge im Leben die dich nachhaltig verändern. Nachdem schon 2013 ein unglaublich schwieriges Jahr für mich war, steht auch 2014 bisher unter keinem guten Stern.

Der Verlust von geliebten Menschen ist dabei für mich die schlimmste Erfahrung. Alltägliches, dass dir sonst wichtig erscheint, rückt plötzlich in den Hintergrund und man sieht vieles mit ganz anderen Augen. Und auch wenn man sich irgendwann wieder sammelt, merkst du, dass es dich verändert hat.
Vielleicht nicht gundlegend, vielleicht nicht auf Dauer aber zumindest lenkt es eine zeitlang den Blick auf's Wesentliche.

Dieses "Umdenken" hatte für mich aber auch positive Seiten. Vieles dass mich früher gestresst oder genervt hat, ist mir heute ziemlich egal. Ich bin wesentlich "ruhiger" geworden. Wahrscheinlich durch die Kombination aus den Ereignissen der letzten beiden Jahren und den Veränderungen die sich mit  zunehmendem Alter einschleichen.
Man weiß einfach mehr was man will und was nicht.
Jetzt fragt ihr euch sicher: Was quatscht die da und was hat das mit dem Blog zu tun?


Fast genau 5 Jahre existiert dieser Blog. In dieser Zeit ist unglaublich viel passiert. Der Blog hat mir Möglichkeiten geboten, die ich anfangs nie erwartet hätte. Ich habe Menschen kennengelernt die ich sehr schätze und denen ich wirklich vertraue. Und Letzteres ist für mich gar nicht so leicht.

Hätte man mir zu Beginn gesagt, dass ich irgendwann mal Einnahmen durch den Blog haben werde, hätte ich's vermutlich nicht geglaubt. Es hat sich rückblickend unheimlich viel getan.

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Fotos, die ich völlig verschwommen im dunklen Badezimmer mit einer superalten Digicam geschossen habe. Heute undenkbar sowas hochzuladen, damals hat sich aber niemand darüber beschwert.
Heute ist es selbstverständlich, dass Bilder auf Blogs aussehen wie aus Hochglanzmagazinen.
Wie auch Frau Kirschvogel neulich zu mir sagte, haben selbst neue Blogs oft eine erstaunlich hohe Professionalität. 

Gerade in den letzten 1-2 Jahren kam bei mir dadurch das Gefühl auf, nicht mehr "mithalten" zu können. Perfekte Fotos, perfekte Make ups und dazu noch eine hohe Postingfrequenz. Der Anspruch stieg kontinuierlich und dadurch kam auch bei mir ein wachsender Druck auf. So "perfekt" bin ich  einfach nicht.

Wie oft hatte ich schon Lust einfach mal nen Outfitpost hochzuladen und dachte mir dann, nee das kann ich bei der Masse an superguten Fashionblogs nicht bringen, da werd ich in der Luft zerrissen.

Oder es schwirrte mir ein Thema im Kopf umher vom dem ich wusste dass es polarisieren würde, ich es aber verwarf, weil sich sicher wieder jemand persönlich angegriffen fühlen würde.
Für eine unbedachte Aussage oder das Posten einer Pressemitteilung 5 Minuten vor der Sperrfrist formiert sich unter Bloggern ja schon ein Shitstorm und alle fallen wie die Geier drüber her...da überlegt man echt zweimal was man von sich gibt wenn man unnötigen Stress vermeiden will.

Genau diese Gedanken sind doch aber totaler Mist.Wenn ich nicht mal auf meinem eigenen Blog das poste was ich eigentlich möchte und mir mehr Gedanken darüber mache was andere davon halten, läuft irgendwas gehörig falsch! Und genau das wollte ich eigentlich nie!

Der springende Punkt ist, dass die schwierigen persönlichen Ereignisse mich wieder etwas mehr sensibilisiert haben für die Veränderungen die sich bei mir eingeschlichen haben, die ich aber gar nicht möchte. Ich habe versucht mich anzupassen und mich mit anderen zu vergleichen statt mein eigenes Ding zu machen. Das man so nur unzufrieden mit sich selber werden kann weil man eh nie die selbstauferlegten Ansprüche erfüllt, ist wohl selbstredend.

Klar hatt ich Momente in denen ich mich fragte, ob ich überhaupt noch Lust dazu habe?
Das Schreiben war schon als Kind meine große Leidenschaft, schon in der Grundschule hab ich Bücher mit Kurzgeschichten geschrieben und sogar mal ne eigene Zeitschrift gemacht. Das war zwar alles nicht literaturpreiswürdig aber es hat mir unheimlich viel Spass gemacht. Und genausoviel Spass machte mir später das Schreiben auf dem Blog!
Diesen Spass habe ich in der letzten Zeit vermisst! Ich möchte nicht eine Review nach der anderen abarbeiten weils gemacht werden muss (ist übrigens auch nicht gerade das was mich beim Bloggen ausfüllt) sondern weil ich Bock drauf habe. Ich möchte nicht 3 Stunden mit Bildbearbeitung verbringen um den geläufigen Ansprüchen zu genügen oder mich mit anderen messen zu können.

Deshalb soll es wieder mehr  "back to the roots" weitergehen. Klar wird das Beautythema nach wie vor einen hohen Stellenwert haben aber es wird nicht mehr alleine im Fokus stehen. Mehr Persönliches, mehr aus meinem Alltag, mehr davon, worauf ich gerade Lust habe oder was mich beschäftigt...ohne Druck und den Anspruch an mich selber alles perfekt machen zu müssen.

An dieser Stelle wird es Zeit Frau Kirschvogel danke zu sagen für Unterstützung in der Zeit als Lipglosslady. Und dafür, dass sie mich wieder motiviert hat hier das zu tun was ich will und zu sein wie ich bin. 
Das war jetzt ne Menge Gelaber, musste aber sein.
Ich hoffe ihr konntet die Message hinter meinem sentimentalen Geschreibsel dennoch irgendwie nachvollziehen und es war nicht allzu verwirrend ;)








Montag, 6. Oktober 2014

Wenn's am schönsten ist...

... soll man bekanntlich gehen. So heißt es doch. Vor knapp dreieinhalb Jahren, am 5. Februar 2011, ging mein erster offizieller Beitrag auf diesem Blog online. Kinder, Kinder war ich damals aufgeregt! Ich war gespannt auf euer Feedback und generell auf die Rückmeldungen, die man als Autor eines Blogs dieser Größenordnung so bekommt.

Seitdem ist viel passiert. Der Blog hat sich weiterentwickelt, ist gewachsen und hat ein neues Gewand bekommen. Die Wahrnehmung von Bloggern sowie deren Kompetenzen hat sich in dieser Zeit ebenfalls stark gewandelt. Es ist spannend zu sehen, welche Möglichkeiten Blogger heutzutage bereits haben. Noch spannender wird es sein zu sehen, in welche Richtung sich alles weiterentwickeln wird. Bei den Lipglossladies konnte ich diesen Weg mitgehen und meine eigenen Erfahrungen sammeln. Ich möchte die Zeit und die großartigen Menschen, die ich näher kennen lernen durfte nicht mehr missen. Und: ich habe eine Menge gelernt, das ist das Beste!

Auch in meinem Leben haben sich zwischenzeitlich viele Dinge verändert, die es notwendig machen, meine  Aktivitäten stärker zu fokussieren (Job, Familie, Zeitmanagement...). Daher muss ich heute leider und sehr schweren Herzens hier bei den Lipglossladies meinen Abschied nehmen. Diese Entscheidung ist mir unglaublich schwer gefallen. Der Blog hier und die Zusammenarbeit mit Tine war etwas ganz Besonderes.

Um die letzten Jahre zusammenzufassen, habe ich einen kleinen Querschnitt meiner Beiträge erstellt. Mal sehen, was ich hier so getrieben habe:


Mein erster Post ging im Februar 2011 auf diesem Blog online: ein Tutorial mit Patina und Mulch von MAC. Patina gehört auch heute noch zu meinen liebsten Lidschatten. Ein neutrales Gold mit pinkfarbenem Pearl - zurückhaltend aber nie langweilig - was will man mehr?


Der aktuell letzte Look, den ich offiziell für die Lipglossladies geschminkt habe, war meine diesjährige "Liebeserklärung" an den Herbst. Ich taste mich nach einer langen Phase dezenter Make-ups wieder ein wenig an farbige Lidschatten heran.


Bis heute mein liebster Look, den ich für diesen Blog kreiert habe: Ton in Ton in Ton Damals habe ich noch etwas häufiger in den Farbtopf gelangt als heute - würde das Make-up so aber immer noch tragen.


Das meistgeklickte Make-up insgesamt ist meine Beitrag Steht mir das? Hier habe ich versucht einen Look umzusetzen, den ich an einer anderen Bloggerin sagenhaft fand und bin an meine Grenzen gestoßen: Fazit - eine 1:1-Umsetzung schöner Looks ist nicht immer von Erfolg gekrönt.


Der meistgeklickte Beitrag von mir ist eine Review zur Vichy Aera Teint Pure Foundation. Im Vergleich zu den Foundations, die ich heute so trage (z.B. Bourjois Healthy Mix Serum) finde ich sie doch ganz schön orangestichig. Ich bin ganz froh, dass sich die Hersteller hierzulande so langsam (sehr langsam…) auf gelbstichige und helle Foundation-Nuancen einstellen.


Mein Make-up mit den Produkten der Feathered Fall Kollektion von catrice gefällt euch laut Beitragsstatistik aktuell (Oktober) ganz besonders gut. Die Lidschatten sind aber auch einfach zu schön. Eine wirklich gelungene Kollektion.


Heiß diskutiert wurden damals unsere Umsetzungen zum Make-up Battle die Schneekönigin. Ihr konntet entscheiden, wer von uns das jeweilige Thema besser getroffen hat. Mir persönlich gefällt das Make-up immer noch sehr gut, aber es hat damals definitiv die Gemüter gespalten.


Bunt wurde es auch ab und zu, zum Beispiel mit den grandiosen Paletten von Sugarpill. Die Paletten habe ich vor vor zwei Tagen wieder in Benutzung, weil ich ein Make-up von Lisa Eldridge mit den Lidschatten auf schwarzer Base umsetzen wollte. 



Am liebsten trage ich Farbe allerdings auf den Nägeln. Egal ob herbstlich-elegant oder sommerlich-farbenfroh - diese Leidenschaft hat sich im Laufe der Jahre nicht verändert. Aufwändige Naildesigns sind nicht so mein Ding. Ich mag es schlicht und konzentriere mich lieber auf spannende Kombinationen und minimalistische Designs. Nagellack wird mich auch zukünftig im Alltag begleiten.


Es gibt im Grunde nur noch eine Sache, die ich hier unbedingt loswerden möchte: vielen Dank, liebe Tine, für dein Vertrauen und deine Unterstützung hier auf dem Blog in den vergangenen 3,5 Jahren. Ich weiß das sehr zu schätzen. Vielen Dank an euch, für euer tolles, überwiegend positives (manchmal auch kritisches) aber immer konstruktives Feedback. Das alles hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich hier willkommen und wohl gefühlt habe.


Ganz weg bin ich allerdings nicht aus unserer schönen, digitalen Welt. Ihr findet mich bei Interesse weiterhin auf Twitter und Facebook. Auch mein eigener Blog Was die Kirschvögel Flüstern bleibt vorerst weiter bestehen. Dort schreibe ich neben Beauty und Fashion auch über meine Arbeit als Illustratorin und Comiczeichnerin.

Habt eine wundervolle Zeit!
Frau Kirschvogel

Freitag, 26. September 2014

Face of Friday - Willkommen, lieber Herbst

Ich freue mich, dass du da bist. Obwohl ich die anderen Jahreszeiten auch sehr gerne habe, finde ich dich jedes Jahr auf's neue ganz besonders inspirierend und bereichernd. Du bist gemütlich und immer für eine Überraschung gut. Ich bin ja auch ein Herbstkind, vielleicht klappt es deshalb so gut mit uns beiden? Wer weiß. Willst du sehen, was ich mir heute für dich ausgedacht habe?


Auf den Augen trage ich heute eine Mischung aus warmem, golddurchwirktem Grün und kühlerem Violett und Grau. Nicht schlecht an und für sich, auch wenn ich mir dieses eine Mal das Grün tatsächlich noch kräftiger gewünscht hätte. Sollte ich den Look noch einmal schminken, werde ich definitiv eine "sticky base" verwenden. Welche Produkte ich benutzt habe könnt ihr nachlesen, wenn ihr mit der Maus über die Produktliste fahrt:

ProduktlisteBildBenutzt habe ich:
AUGEN
catrice Eyeshadow Pen Mermaid It | Urban Decay Naked Basics Palette, Lime Crime Lucky Charm & Fyrrinae Dressed to Kill, MAC Carbon, Vex, Smut und Brulé | Maxfactor False Lash Effect Mascara | p2 impressive Gel Kajal in Schwarz auf der Wasserlinie | Artdeco High Precision Liner*
TEINT
Sisley Phyto Teint Expert Foundation* in Porcelain | NARS Creamy Concealer in Custard | rms beauty buriti bronzer & living luminizer | Yves Rocher Rouge Brilliance Lippenstift in Cerise Noir* als Cremerouge | CHANEL Poudre Universel Libre No.30
BRAUEN
MAC Mystery & Alverde klares Brauengel
LIPPEN
Yves Rocher Rouge Brilliance Lippenstift in Cerise Noir* & Illamasqua Sheer Lipgloss Opulent




Auf Wangen und Lippen wie fast immer dieser Tage: Beerentöne. Ich bin dazu übergegangen, meinen Lippenstift als Cremerouge aufzutupfen. So muss ich nicht lange nach der passenden Nuance suchen. Mal sehen, wann ich das nächste mal wieder zu einem Puderrouge greifen werde.


Schade nur, dass das wunderschöne Pigment "Dressed to Kill" von Fyrrinae in diesem Look gar nicht richtig zur Geltung kommt. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Aber jetzt erfreue ich mich erst einmal an dem herrlichen Wetter und lasse mir die letzen Sonnenstrahlen auf den funkelnden Lidschatten scheinen.

Frau Kirschvogel
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