Mittwoch, 17. Dezember 2014

Rot ist nicht gleich Rot: Shiseido RD 514 "Dragon"


Meine Freundin meinte neulich, sie würde ja so gerne roten Lippenstift tragen aber ihr als Blondine, stehe das überhaupt nicht.

Natürlich fühlte ich mich gleich berufen, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Wir probierten uns eine gefühlte Ewigkeit durch meine Lippenstiftschublade.
Am Anfang musste ich mir wieder anhören wie irre ich bin, soviele verschiedene Lippenstifte in denselben Rottönen zu horten aber am Ende musste sie zugeben, dass Rot eben doch nicht gleich Rot ist.

Nach der ganzen Probieraktion hat es ihr einer ganz besonders angetan: Shiseido's RD 514 Dragon! Er ist so ziemlich der bekannteste Farbton der Perfect Rouge Reihe und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie toll ihn damals alle beim Shiseido Event fanden. Er stand auch ausnahmslos jedem. Grund genug für Rina und mich, noch auf dem Rückweg vom Event in eine Bahnhofsparfümerie zu stiefeln und ihn zu kaufen.


Das ist nun schon einige Jahre her, trotzdem ist er nach wie vor einer meiner liebsten Lippenstifte.
Das liegt vorwiegend daran, dass es zwar ein sehr intensiver aber unglaublich edler Rotton ist.




Dadurch habe ich auch im Alltag nie das Gefühl, dass er "too much" ist. Er überzeugt aber auch in vielen anderen Punkten. Da wäre zum einen die Haltbarkeit, zum anderen der Vorteil, dass er auch ohne Konturenstift nicht "ausfranst".

Was ich ebenso schätze, sind Textur und Tragegefühl. Ich hasse nix mehr, als eine wachsige Schicht auf den Lippen, die sich anfühlt als hätte man Wundschutzcreme drübergeschmiert....wah, da schüttelts mich!
Die Lippen sehen gepflegt aus und er setzt sich auch nicht in irgendwelchen Fältchen ab. Mir fällt wirklich nichts ein, was ich an Dragon auszusetzen hätte.

Das ist mittlerweile mein dritter, gut, der letzte war ein PR-Sample aber ich habe es immerhin geschafft zwei Lippenstifte leer zu kriegen und das soll schon was heissen.

Wer sich mit roten Lippen unsicher ist, sollte sich Dragon definitiv mal anschauen. Ich bin der Meinung, dass er einer der wenigen Rottöne ist,  der sowohl bei hellen als auch dunklen Haaren toll aussieht.

Bei Douglas zahlt man für Dragon 25,95€, bei Parfumdreams ist er bereits für 20,95€ zu haben.



*enthält Affilatelinks!








Sonntag, 7. Dezember 2014

Meine Erfahrung mit Permanent Make up

Momentan ist Permanent Make up, insbesondere das Microblading für die Brauen, wieder stark im Kommen. 
Letzteres finde ich unglaublich interessant. Es gibt unzählige Videos auf You Tube mit wirklich tollen Ergebnissen.


                     

Als ich dann aber in einem Forum von Jemandem las, der sich das "privat" hatte machen lassen und  entsprechend vermurkst wurde, hatte ich ein Deja vu.

Wäre ich damals an jemanden geraten der sein Handwerk versteht, würde ich heute vermutlich nicht  zögern.

Komischerweise und obwohl es doch sehr naheliegend ist, habe ich hier nie darüber geschrieben.
Naja, es ist auch gefühlte 100 Jahre her, ich war nämlich zarte 20, als meine damalige Chefin mir zu Weihnachten einen Gutschein schenkte.

Zu dieser Zeit war es "in" seine Augenbrauen grashalmdünn zu zupfen und mit Ikea Trofast Kisten an den Füssen, auch Buffalos genannt, durch die Gegend zu spazieren.

Entsprechend wenig "Material"  hatte ich da oben. In 2 Reihen standen noch 3 verirrte Haare, die  dick und fett nachgemalt werden mussten.


Da ich das gerne mal ausliess um 5 Minuten länger im Bett zu fläzen und dann ziemlich nackig im Laden stand, dachte sich meine Chefin, es wäre wohl ne gute Idee mir ein Permanent Make up unterzujubeln.

Vielleicht wollte sie mich auch ganz uneigennützig vorschicken, weil sie sich ohne Lebendbeispiel  nicht traute, ihre Lippenkontur nachstechen zu lassen.

Ich nahm den Gutschein dankend an und hatte keinerlei Bedenken dass etwas schief laufen könnte. Wieso auch? Im jugendlichen Gutglauben blondierte ich  mir auch alle 2 Wochen die Haare und hatte immer noch welche. Da war so ein bisschen Farbe in den Brauen ein Klacks.
Soviel zur Vorgeschichte.

Die Inhaberin des Kosmetikstudios bot erst seit kurzem Permanent Make up an und schien eigentlich recht kompetent. Ihre Kundenfreundlichkeit wäre dagegen noch ausbaufähig gewesen.
Im Vorgespräch erklärte sie mir, dass ein Permanent Make up nicht so tief wie ein normales Tattoo gestochen wurde und daher nach etwa 2 Jahren langsam anfing zu verblassen. Nach 5 Jahren wäre es komplett verschwunden.

Zuerst wurde ein Farbton ausgesucht. Ich tendierte zu einem wesentlich dunkleren Ton aber die Kosmetikerin faselte etwas von "Nachdunkeln" und überzeugte mich von einer helleren Nuance.

Bei der Form einigten wir uns, nichts zu verändern sondern nur aufzufüllen.

Anschliessend wurde eine leicht betäubende Creme auf die Brauen aufgetragen und es ging los. Der Schmerz war weniger schlimm als erwartet und gut auszuhalten.

Nach der Behandlung war der Bereich gerötet und leicht geschwollen. Natürlich sah es frisch gestochen aus, als hätte ich mir mit Edding 2 dicke Balken hingekritzelt aber darüber hatte sie mich im Vorfeld aufgeklärt.

Auch dass der Bereich in den nächsten Tagen verkrusten und Farbpigmente rausfallen würden. Daher wäre nach 2 Wochen eine Nachbehandlung notwendig.

Ich bekam ein Gel mit nach Hause, dass ich 2 mal täglich auftragen sollte. Ausserdem durfte der Bereich nicht mit Wasser oder Ähnlichem in Kontakt kommen.

Wie erwartet bildeten sich in den nächsten Tagen diverse Krusten. Das sah zwar aus, als würde mir ein Wüstenbusch in den Brauen wachsen aber ich war gespannt, wie das Ergebnis darunter aussah.

Nach den 2 Wochen Wartezeit, beim Nachstech-Termin, waren immer noch verkrustete Stellen in meinen Brauen. Die Kosmetikerin konnte so nicht nachstechen und schob mir die Schuld in die Schuhe: Ich hätte mich nicht an ihre Anweisungen gehalten bzw. die Creme nicht regelmäßig aufgetragen. Hatte ich aber!

Nach etwa 4 Wochen war dann endlich alles abgefallen und darunter offenbarte sich ein unschönes Bild: Diverse Lücken und die Farbe war wie erwartet zu hell! Nun gut, es sollte ja nochmal nachgestochen werden.

Die Prozedur wurde also wiederholt und der Ablauf war wie beim ersten Mal. Wieder dauerte es ewig bis die Krusten vollständig verschwanden, im Bereich über dem inneren Augenwinkel hatten sich richtig fiese Teile entwickelt, die partout nicht abfielen.

Das endgültige Ergebnis war mehr als dürftig. Es gab nach wie vor Stellen die farblos waren und der Farbton dunkelte nicht wie versprochen nach. Er war zu hell und hatte einen warmen, rötlichen Einschlag....in etwa vergleichbar mit einem Schokobraun.
Während man heute die Härchen der Augenbrauen imitiert, wurde bei mir einfach nur stupide nachgemalt.
Ob das damals so üblich war oder sie es einfach nicht besser konnte, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es beschissen aussah.


Ich war enttäuscht, denn nachziehen musste ich meine Brauen jetzt erst recht. Ich ging also nochmal zum Kosmetikstudio und wurde patzig abgefertigt. Natürlich war alles meine Schuld und man bot mir auch nicht an, irgendwas zu korrigieren.
Ich nahm das damals so hin, heute würde ich mich nicht mehr derartig abwimmeln lassen, der Gutschein hatte damals schliesslich auch einen Wert von 400 DM!


Im Nachhinein weiß ich, dass damals einiges schiefgelaufen ist. Auch 5 Jahre später war die Farbe noch deutlich sichtbar. Bis vor etwa 2 Jahren hatte ich stellenweise noch rötlich-braune Striche und Flecken in den Brauen.

Von einer anderen Kosmetikerin wurde mir gesagt, dass es unsaubere Arbeit gewesen wäre. Zum einen hätte man wohl unterschiedlich tief gestochen, zum Anderen wurden manche Stellen mehrfach und damit zu oft bearbeitet. Daher auch das ungleichmäßige Ergebnis.


Ich möchte Permanent Make absolut nicht schlecht reden, der Post spiegelt nur meine persönliche Erfahrung wieder. Das ist auch der Punkt! Ich habe viele gesehen, bei denen es richtig gut gemacht war und plädiere deshalb dafür, sich in wirklich erfahrene, professionelle Hände zu begeben. 

Es ist einfach wichtig sich vorab zu informieren, schliesslich muss man jahrelang mit dem Ergebnis rumlaufen, wenn man an jemanden gerät, der es nur stümperhaft kann.

Was mich interessiert: Habt ihr Erfahrungen mit Permanent Make up oder könntet ihr euch vorstellen, es machen zu lassen?








Mittwoch, 3. Dezember 2014

Geschenktipp + Verlosung: Wood Watches von Jord





Wie der Name schon erahnen lässt, sind die Wood Watches etwas "andere" Uhren, denn sie werden fast gänzlich aus Holz gefertigt.

Die Vorstellung einer Holzuhr hatte auf mich erstmal den Charme einer rustikalen Eichenwohnwand aus den Achtzigern.Umso überraschter war ich, wie modern und zeitgemäß die Jord Watches aussehen.
Sie sind defintiv nichts, was man an jeder Ecke findet: Unkonventionell aber dennoch gut tragbar!

Ich hatte sie mir die Uhr in natura wesentlich schwerer und massiver vorgestellt, doch sie ist total leicht, was sich aber absolut nicht auf die Qualität auswirkt. Ich denke man kann schon anhand der Fotos gut erkennen, wie hochwertig sie verarbeitet ist. 

Ihr seht hier das Modell "Fieldcrest Black", dass von der Ausführung her, eines der reduzierteren unisex Varianten ist.
Es gibt auch wesentlich ausgefallenere Modelle, wie dieses oder dieses.





Das Zifferblatt ist übrigens auch aus Holz. Eigentlich ist es schwarz aber je nach Lichtverhältnis wirkt die Farbe auch mal anders.


Preislich liegen die Modelle, je nach Ausführung zwischen 100 und 250€, was ich angesichts der Qualität, durchaus human finde.

Wer eventuell noch auf der Suche nach einem Geschenk, vielleicht sogar einer Uhr ist, der liegt hiermit sicher nicht falsch.

 

Ihr könnt aber auch euer Glück versuchen und das abgebildete Fieldcrest Black Modell hier gewinnen.
Da ich in letzter Zeit mehrfach darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Kommentarfunktion spinnt, schickt mir bitte eine Mail mit dem Betreff  "Jord" an lipglossladys@web.de  
Hinterlasst in der Mail euren Vornamen sowie Anfangsbuchstaben eures Nachnamens.

Teilnehmen kann jeder Blogleser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wenn ihr unter 18 Jahre alt seid, braucht ihr für die Gewinnspielteilnahme die Einverständnis eurer Eltern !

 Die Verlosung endet am kommenden Sonntag um 24 Uhr.


*Uhr zur Verfügung gestellt von Jord Watches!

Montag, 24. November 2014

Absolute Kaufempfehlung: Armani Eye & Brow Maestro



Nach 5 Bloggerjahren wird es immer seltener, dass ein Produkt Begeisterungsstürme bei mir auslöst. In vielen Produktgruppen bin ich mittlerweile "angekommen" und bleibe nach etlichem Herumexperimentieren bei dem, was sich bewährt hat.

Bei meinen Augenbrauen ist das leider nicht der Fall. Jahrelang habe ich ein Brauenpuder von Sephora benutzt und als ich es nachkaufen wollte, hatte man nicht nur das Design, sondern auch die Farbnuancen umgekrempelt.

Ich weiß nicht wieviele Augenbrauenstifte, Lidschatten und Puder ich im letzten halben Jahr gekauft habe aber nie war ich wirklich zufrieden.

Nachdem die Dipbrow Pomade von Anastasia aktuell in aller Munde ist, liessen mich die Presseinfos zum Eye & Brow Maestro von Armani hellhörig werden.

Die Rede war von einer wandelbaren Textur, deren Formulierung erst fest ist, sich beim Auftrag verflüssigt und sobald die flüchtigen Öle verdampft sind, wieder komplett wasserfest wird.

Das Produkt soll ausserdem vielseitig einsetzbar sein: Brauen, Lider, ja sogar zum Konturieren.
Wenn man sich die 9 zur Auswahl stehenden Farbtöne anschaut, bezweifele ich allerdings, dass diese Anwendung mit jedem Ton umsetzbar ist.
Neben gängigen Farben, gibt es nämlich auch einen Grau-, Gold-  und Rotbraunton, zum Teil mit deutlichem Schimmer.
 
Ich habe den zweitdunkelsten Farbton "2 wenge wood" zugeschickt bekommen, ein mattes, aschiges Braun. 



Den Auftrag hätte ich mich wirklich kniffeliger vorgestellt, gerade weil ich mit derartigen Texturen noch nie an meinen Brauen rumgewerkelt habe.

Ich war mehr als verblüfft, wie leicht und narrensicher es vonstatten ging. Ich musste weder korrigieren, noch aufpassen dass der Auftrag ungleichmäßig wird.

Die Textur verschmilzt mit der Haut ohne harte Kanten zu hinterlassen und wirkt optisch leicht pudrig.
Die Farbintensität lässt sich problemlos aufbauen, je nachdem wie kräftig das Ergebnis werden soll.

Die Fotos sind zwar mehr als bescheiden aber besser als nix. Man könnte meinen ich hätte sie am Schicksalsberg in Mordor geschossen aber es war hier die letzten 2 Wochen mindestens genauso duster ;)

Ich habe auf den Fotos nur eine Schicht aufgetragen bzw. die Lücken aufgefüllt.Für ein natürliches Ergebnis reicht das völlig aus.






Auf dem unteren Bild trage ich ihn neben den Brauen auch auf dem kompletten beweglichen Lid, ich habe ihn aber auch schon mehrfach als Eyeliner benutzt. Auch hier ist der Auftrag völlig simpel, das Verblenden unproblematisch und der Halt bombastisch gut.
Selbst als Base für pudrige Lidschatten schlägt er sich hervorragend.

Man hört, dass ich wirklich schwer begeistert bin! Ein absolut geniales Produkt, dass ich in meiner täglichen Routine nicht mehr missen möchte.

Bei Douglas * zahlt man 32,99€ für den Eye & Brow Maestro. Für mich persönlich ist er jeden Cent wert, auch weil sehr sparsam in der Nutzung ist.

Definitiv eins der besten Produkte des Jahres!

                                                                                                                          *Affilatelink


Montag, 27. Oktober 2014

Kommentare oder sind wir zu empfindlich?

Ein Thema das immer wieder gern und ausgiebig diskutiert wird, sei es auf  Blogs, Instagram oder diversen anderen Plattformen.

Die Rede ist natürlich von negativen bzw. kritischen Kommentaren, über postive regt man sich schliesslich nicht auf. Ich habe zumindest noch nie auf Instagram gelesen dass ein "Du und dein Freund seid so ein tolles Paar"- Kommentar mit " Wieso schreibst du sowas obwohl du uns gar nicht kennst? Er ist ein total egoistischer Arsch, also behalt deine Meinung für dich!" beantwortet wurde.

Ist ja auch völlig menschlich, dass man lieber positives als negatives Feedback bekommt...wer wird schon gerne kritisiert?

Doch wo fängt Kritik überhaupt an? Manchmal ist es gar nicht so einfach zwischen konstruktiver Kritik, subjektiver Meinung und Beleidigung zu unterscheiden. Es kommt ja durchaus vor dass jemand etwas "nett" verpackt, dass zwischen den Zeilen eigentlich nur "Sieht scheisse aus!" bedeutet.

Doch es soll gar nicht um beleidigende Kommentare gehen. Wir sind uns sicher alle einig, dass Aussagen wie "Boah wie hässlich!" oder "Du hohle Bratze!" absolut indiskutabel sind. Löschen und gut is!

Aber wie siehts mit kritischen Meinungen aus? Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass auch die in die Hater-Sparte geschoben werden.
Besonders auf Instagram ist dieses Phänomen weit verbreitet. Es muss nur jemand ein Outfit unpassend finden "Ich finde die Bluse macht dich älter!"  schon ist er neidisch, ein Hater oder es hat ihn nix anzugehen!
1000 andere Leser, Verwandte, Bekannte und Bloggerfreunde springen in die Bresche und machen sich über den Kommentarschreiber lustig, motzen oder fangen im ärgsten Fall an unter jeglichem Niveau zu diskutieren.

Ich suche dann immer vergeblich nach der Beleidigung die rechtfertigt, dass man sich derartig darüber echauffieren muss.

Da stellt sich mir oft die Frage: Sind wir durch die ständige Konfrontation mit fiesen Kommentaren zu dünnhäutig geworden oder wollen wir schlicht und ergreifend nur Positives hören?

Ich habe den Eindruck dass jeder Kommentar der nicht der eigenen Meinung entspricht sofort als persönlicher Angriff gewertet wird.

Klar macht auch der Ton die Musik und ich möchte auch nicht beschönigen dass man sich viel Mist anhören muss aber trotz allem sollte man doch irgendwo differenzieren.

Jemand dem meine Schuhe nicht gefallen ist noch lange kein Hater, genauso wie jemand der meinen Konsum an Beautyprodukten kritisch hinterfragt. Wenn das konstruktiv und mit Taktgefühl passiert, sehe ich da nichts Schlimmes bei.

Oft kommt der Vergleich, dass Menschen im realen Leben nie den Arsch in der Hose hätten sich negativ über diese Dinge zu äußern. Zum Einen habe ich da definitiv andere Erfahrungen gemacht und zum Anderen muss man doch auch immer mit Feedback rechnen (und möchte es ja auch) wenn man auf öffentlichen Plattformen etwas von sich preisgibt.

Natürlich ist das kein Freifahrtschein zum Draufknüppeln aber man ist sich doch bewusst, dass nicht jeder dieselbe Meinung,denselben Geschmack oder dieselben Ansichten haben kann?

Ist es nicht normal dass man auch mal mit (konstruktivem) Gegenwind rechnen muss?

Ich habe das Gefühl, man DARF eigentlich keine kritische Meinung mehr haben, wie sachlich sie auch geäußert wird, man ist immer der Buhmann der was Böses will oder neidisch ist.

Ist nicht gerade der Austausch untereinander, die unterschiedlichen Ansichten und subjektiven Eindrücke das was interessant ist oder geht es nur noch um fishing for compliments?

Ich bin weißgott niemand der superlocker mit Kritik umgehen kann. Ich bin schnell gekränkt wenn jemand unsensibel und taktlos ist. Kommentare unter der Gürtellinie sind mir dagegen komplett egal, da schalte ich mittlerweile auf Durchzug.
Aber es gibt ja auch noch etwas zwischen schwarz und weiß und manchmal regen andere Meinungen (sofern sie entsprechend formuliert sind) auch an zu reflektieren oder Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Mit negativem Feedback umzugehen musste ich auch erst lernen. Ist es euch nicht auch lieber wenn jemand ehrlich (bei respektvollem Umgang) ist, auch mal hinterfragt statt alles ausnahmslos toll zu finden?


Natürlich freue ich mich auch immer über liebe Worte, nicht dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht aber es ist auch nicht jeder gleich brandgefährlich nur weil er mal anderer Meinung ist, oder?









Freitag, 24. Oktober 2014

Wo liegt eure Schmerzgrenze?

 

Vor einiger Zeit bekam ich die neue Phyto Teint Expert Foundation von Sisley zugeschickt.

Was soll ich sagen: Sie ist toll! Ihren Versprechungen wird sie allemal gerecht: Sie hält bei mir wirklich lange, fühlt sich leicht auf der Haut an, deckt gut ohne Maskeneffekt und betont Fältchen und trockene Stellen nicht zusätzlich....was will man mehr?

Ach ja, da wäre was: Der Preis! Stolze 97€ soll sie kosten! Als ich das twitterte mit dem Zusatz wie gut ich sie finde fragte man mich mehr als einmal, ob sie mit fast 100€ auch putzen und bügeln kann.

Ich muss zugeben, der Preis ist schon eine Hausnummer obwohl ich schon zu Teeniezeiten viel Geld in High End Foundation investiert habe.

Mit schlimmer Akne war Estee Lauder damals die Rettung für mich. Auch wenn der Preis ( in den Neunzigern waren's um die 50 DM) hoch war und ich ihn mir beim Kellnern zusammensparen musste, war sie jeden Cent wert.

Heute gebe ich schnell mal 30€ für einen Lippenstift aus, den ich weißgott nicht brauche. Andere brauchen keine 3 Motorräder, 20 Taschen oder 500 DVD's, kaufen es aber aus demselben Grund: Weil man Spass dran hat und sich dran erfreut!


Irgendwo habe aber auch ich meine Grenzen. Beim Beispiel der Foundation muss ich ganz klar sagen, dass meine Schmerzgrenze deutlich überschritten ist.

Sicher hat man mal die Möglichkeit sich sowas mit nem Gutschein zu gönnen oder sich schenken zu lassen (wobei ich wahrscheinlich niemanden in meinem Umfeld finden würde der den Sinn hinter einer 100€ teuren Foundation verstehen würde) aber selber kaufen würde ich es nicht.


Dasselbe gilt für nen 70 € Concealer oder 60€ Nagellack, ab nem bestimmten Punkt ist es auch mir mal zuviel, egal wie gut oder gehypt ein Produkt auch sein mag.


An dieser Stelle würde mich interessieren, wo bei euch die Schmerzgrenze bei Kosmetikprodukten liegt? Kauft ihr eher seltener und investiert dafür in besonders teure Produkte oder gibt es auch bei euch Grenzen die ihr preislich niemals übersteigen würdet?





Mittwoch, 22. Oktober 2014

Jeden Tag derselbe Look: Chanel + Estee Lauder

"Warum schminkst du dich eigentlich immer gleich wenn du doch soviel Auswahl hast?" hat mich neulich eine Freundin gefragt, während sie in meiner Make up Sammlung rumkramte.

Tatsächlich hat sie nicht Unrecht, gerade in den Sommermonaten habe ich fast tagtäglich dasselbe benutzt.

Das lag weniger daran dass ich keine Lust hatte sondern dass ich eingesehen habe, dass mir nicht alles steht. Ich greife mittlerweile lieber auf verlässliche Produkte zurück.
Ein Beispiel hierfür sind Lidschatten in Grün. Egal in welche Richtung, die Farbe steht mir einfach überhaupt nicht.
Wie oft ich es auch probiere, ich habe mit Grüntönen immer die Hautfarbe eines Aschenbechers: Fahl, ungesund und grau!

Genauso geht es mir mit Nude Lippenstiften oder sämtlichen anderen hellen Farben. Vielleicht habe ich bisher immer den falschen Ton erwischt aber wenn ich bei jedem das Gefühl habe, dass nur noch meine Pickel und Rötungen strahlen und sonst nix, lasse ich's eben besser sein.

Da benutze ich doch lieber Bewährtes dass mich morgens nicht so aussehen lässt wie ich mich ohne den ersten Kaffee fühle ;)

Zwei ausgesprochen tolle und verlässliche Produkte sind diese beiden hier für mich: Chanel Les Beiges 02 und der Estee Lauder Pure Color Envy in 360 Fierce.


Diese Kombi tut nämlich genau das was ich möchte und sie ist absolut narrensicher.



Das Chanel Les Beiges Puder wurde mir im Frühjahr zugeschickt und war Liebe auf den ersten Blick, dabei sieht es erstmal gar nicht so spektakulär aus. 


Man hat hier 3 Produkte in einem, Highlighter, Blush und Bronzer, die durch die kuppelförmige Anordung auch problemlos einzeln zu entnehmen sind. Ich nutze meist nur den Bronzer zum Konturieren und das Rouge, was zusammen unheimlich schön harmoniert.

Der extrem simple Auftrag tut sein Übriges, es "sitzt" immer, egal wie schlaftrunken ich morgens vorm Spiegel rumhantiere.



Bei den vielgelobten Color Envys bin ich lange standhaft geblieben, bis ich auf Corinna's Instragram Account  "Fierce" entdeckte...wir haben offensichtlich nen sehr ähnlichen Farbgeschmack, sie fixt mich nämlich am Häufigsten an ;)


Meine Erwartungen waren nach den ganzen positiven Urteilen enorm hoch.Vielleicht zu hoch.
Ich weiß nicht was ich mir vorgestellt habe aber so überraschend anders finde ich die Textur gar nicht.
Qualitativ gibt es absolut nichts auszusetzen, Farbabgabe und Pigmentierung sind nach einem Auftrag perfekt ohne dass man das Gefühl hat 5 Schichten übereinander gepinselt zu haben. Ähnliches kann ich aber auch über die Lippenstifte von Illamasqua oder Armani sagen.
Auch hält er bei mir  nicht so lange wie es offenbar bei anderen der Fall ist aber damit habe ich generell immer Probleme.

Vielleicht liegt es auch einfach nur an meiner Erwartungshaltung, denn nichtsdestotrotz ist der Farbton ein Traum.


Ein warmer Rotton mit leicht bräunlichem Einschlag. Wie gemacht für mich.

Ich habe gefühlte 100 Rottöne aber Fierce ähnelt keinem von ihnen. Ein Kauf den ich bisher keine Sekunde bereut habe, auch wenn er nicht der Günstigste war.

Es lohnt sich im Übrigen die Preise zu vergleichen: Ich habe meinen bei Parfumdreams für 25,95€ bestellt, bei Douglas kostet er um die 30€,  bei der Zentraldrogerie sogar nur 22,80€. Dort ist die Auswahl allerdings relativ klein und "Fierce" war leider nicht vorrätig.


Wie sieht es bei euch aus, gibt es Produkte die ihr Monate am Stück fast ausschliesslich benutzt weil sie einfach "funktionieren"?





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